Eine Krankentagegeldversicherung ist eine freiwillige Zusatzversicherung, die Dir im Krankheitsfall hilft, Deinen Lebensunterhalt zu sichern. Sie zahlt Dir einen vorher vereinbarten Betrag pro Krankheitstag, wenn Du aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls arbeitsunfähig bist. Im Gegensatz zum Krankenhaustagegeld, das nur bei Krankenhausaufenthalten greift, unterstützt Dich die Krankentagegeldversicherung bei jeder Form der Arbeitsunfähigkeit.
Ob Du eine Krankentagegeldversicherung benötigst, hängt von Deinem Beschäftigungsstatus und Deiner Krankenversicherung ab:
In den ersten sechs Wochen einer Krankheit zahlt Dir Dein Arbeitgeber Dein Gehalt weiter. Danach übernimmt die gesetzliche Krankenkasse das Krankengeld, das jedoch in der Regel unter Deinem gewohnten Nettoeinkommen liegt. Wenn Du über der Beitragsbemessungsgrenze verdienst, reicht das gesetzliche Krankengeld möglicherweise nicht aus, um Deine laufenden Kosten zu decken. In diesem Fall kann eine private Krankentagegeldversicherung sinnvoll sein.
Sie erhalten weder Lohnfortzahlung noch gesetzliches Krankengeld. Daher ist eine private Krankentagegeldversicherung unerlässlich, um Einkommensausfälle im Krankheitsfall abzusichern.
Privatversicherte Angestellte erhalten nach den ersten sechs Wochen Lohnfortzahlung kein Krankengeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Daher sollten sie eine Krankentagegeldversicherung abschließen, die ab dem 43. Krankheitstag zahlt und ihre monatlichen Ausgaben deckt.
Die Höhe des Krankentagegeldes sollte so gewählt werden, dass es zusammen mit dem gesetzlichen Krankengeld Deine monatlichen Ausgaben deckt. Dabei ist zu beachten, dass das Krankentagegeld zusammen mit anderen Lohnersatzleistungen wie Krankengeld oder Verletztengeld nicht Dein vorheriges Nettoeinkommen übersteigen darf. Dieses sogenannte Bereicherungsverbot gilt sowohl für Angestellte als auch für Selbstständige.
Die Krankentagegeldversicherung tritt in der Regel ab dem 43. Krankheitstag in Kraft, also nach Ablauf der sechs Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Für Selbstständige, die keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben, kann die Versicherung auch ab dem ersten Krankheitstag beginnen. Die genaue Karenzzeit hängt vom gewählten Tarif ab und sollte bei Vertragsabschluss festgelegt werden.
Wähle eine Karenzzeit, die zu Deiner finanziellen Situation passt. Eine kürzere Karenzzeit führt zu höheren Beiträgen.
Achte darauf, dass das Krankentagegeld zusammen mit anderen Lohnersatzleistungen Dein Nettoeinkommen nicht übersteigt.
Prüfe, ob der Tarif Anpassungen an veränderte Lebensumstände ermöglicht, z. B. bei Einkommenssteigerungen oder -minderungen.
Vergleiche die Tarifbedingungen verschiedener Anbieter, um den für Dich passenden Schutz zu finden. Das machen wir mit Dir gemeinsam.
Eine Krankentagegeldversicherung ist besonders für Selbstständige, Freiberufler und gutverdienende Angestellte sinnvoll, die im Krankheitsfall nicht ausreichend durch gesetzliche Leistungen abgesichert sind. Sie hilft, Einkommensausfälle zu überbrücken und den Lebensunterhalt zu sichern. Bei der Auswahl des passenden Tarifs solltest Du Deine individuellen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten berücksichtigen.
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